Mein erster Press Day in München – wo Handwerk auf Design trifft
Einblicke in drei Brand Stories, die mich zum Staunen brachten
Manche Tage fühlen sich einfach an wie der Anfang von etwas Neuem. Und genau so war es letzten Dienstag, am 20.10.2026:
Ich war auf meinen allerersten Press Day eingeladen – bei der Lohr-Nehmer PR GmbH in München. Eine wunderschöne Atmosphäre, viele Marken mit tollen Geschichten und noch mehr Menschen, die mit Herzblut hinter ihren Produkten stehen.
Als Brand- und Social Media Designerin lebe ich schließlich genau für solche Momente: Wenn ein Brand seine Persönlichkeit zeigt, wenn Handwerk sichtbar wird und wenn sich Geschichten erzählen, die man nicht mehr vergisst. Drei Marken haben mich an diesem Tag besonders geprägt – und die möchte ich euch nicht vorenthalten.
Binder Jewellery – Schmuck, der Staunen auslöst
Wenn ein Familienunternehmen seit 1910 Made in Germany lebt, dann spürt man das. Bei Binder Jewellery war es Liebe auf den ersten Blick – und zwar genau in dem Moment, als ich ihre neue Kollektion sah.
Eine Kette, die aussah, als wäre sie dreidimensional – voluminöse Glieder, ein echtes Statement. Und doch: Von der Seite betrachtet schmal, elegant, keinesfalls wuchtig. Diese optische Illusion hat mich wirklich zum Staunen gebracht. Mit dieser Kollektion bringt das Traditionshaus frischen, jungen Schwung in eine bislang bewusst schlichte und zeitlose Schmuckwelt.
Was mir aber vielleicht am meisten im Kopf geblieben ist: Bei Binder gibt es genau einen Schmied, der jede einzelne Gliederkette Glied für Glied zusammensetzt und danach wieder fein schleift. Handarbeit pur. Natürlich musste ich fragen: „Wie lange braucht der Goldschmied denn für so eine Kette?" Die Tochter des Unternehmens lächelte verschmitzt: Genau weiß sie es nicht – aber ziemlich lange. Wie viele Stunden Handwerkskunst trage ich eigentlich an mir, wenn ich Schmuck anlege? Eine Frage, die mich seitdem nicht mehr loslässt.
Was ich als Designerin mitnehme: Wenn das Handwerk hinter einem Produkt eine Geschichte erzählt, wird Schmuck zu einem Erlebnis.
Pitpardon – zwei Schwestern, eine Leidenschaft
Weiter ging's in einen Raum, in dem die Energie sofort greifbar war: Pitpardon – gegründet von zwei Unternehmerschwestern, die ihre gemeinsame Leidenschaft für hochwertige, moderne Strickmode zu einem Label gemacht haben. Das war eines der inspirierendsten Gespräche des Tages.
Die beiden arbeiten für Schiesser – und ja, aus der Entfernung habe ich sofort gesehen: Dieser Pullover ist etwas Besonderes. 85 % ultrafeine Merinowolle, 15 % Kaschmir – weich, edel, einfach herrlich. Die Designs entstehen am Bodensee und werden mit Sorgfalt in Deutschland und Italien gefertigt. Zeitlos, elegant, und trotzdem mit diesem modernen Twist, der Strickmode zu etwas macht, das man nicht nur trägt, sondern liebt.
Was ich als Designerin mitnehme: Authentizität ist nicht verhandelbar. Die Chemie zwischen den beiden Schwestern strahlte auf jede einzelne Strickjacke ab.
Maison Common – Happy Luxury aus München
Und dann kam der Raum, in dem es richtig fetzig wurde: Maison Common – luxuriöse, farbenfrohe Prêt-à-Porter-Couture, selbst beschrieben als „Happy Luxury". Seidenprints, Tüllröcke, Blazer, Schleifen, Sternen-Details – eines der wenigen Prêt-à-Porter-Couture-Labels in Deutschland, mit Standort München.
Ich war absolut begeistert, wie detailverliebt jedes Stück gearbeitet ist. Beim genauen Hinschauen entdeckt man immer wieder Neues. Besonders spannend: Die Stoffe stammen von derselben Firma, die auch Chanel beliefert – und das sieht man. Ein typischer Chanel-Stoff, eingearbeitet in ein Kleid.
Nur ein Kleid in einem Farbton hat mich komplett umgehauen: dieses Buttergelb. Ja, ich habe mich verliebt. 💛
Genäht wird nach wie vor Made in Germany – und darauf sind sie zu Recht stolz. Auch beeindruckend: Hinter Maison Common steckt nur eine einzige Designerin. Und da kann ich als Brand- und Social Media Designerin nur zustimmen: Jede Designerin hat ihre eigene Handschrift. Bei so ausgefallenen Designs würde ein zweiter Designer sofort auffallen – es würde das gesamte Branding durcheinanderbringen.
Was ich als Designerin mitnehme: Eine klare Handschrift ist kein Nachteil – sie ist das Fundament eines starken Brands.
Fazit: Warum ich Press Days liebe
Mein erster Press Day bei Lohr-Nehmer PR war ein Tag voller Inspiration, guter Gespräche und Marken mit echter Persönlichkeit. In meiner Welt als Designerin sind das genau die Momente, die mich antreiben: Wenn Branding nicht nur Logo und Farben sind, sondern Geschichten, Handwerk und Menschen.
Und ehrlich gesagt? Ich hoffe sehr, dass das der erste von vielen Press Days und Veranstallungen ist. Ich werde berichten. ✨